Søren Leyers Swingtett / Kritiken:Aidlingen - Im Deufringer Schloss riss das stürmische Spiel des Sören Leyers Gipsy Swingtetts das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. ...Schon eine Viertelstunde vor Konzertbeginn war der Keller fast ausverkauft, bereits nach dem dritten Stück gab es viele Bravos. ... Das Musizieren war nicht zimperlich oder zögerlich, sondern geradezu draufgängerisch, man spielte hitzig und spritzig, dass die Schweißtropfen nur so flogen. Es gab keine langweilige Minute. Die Herren gaben wirklich alles. Selbst wenn Schlaflieder gespielt wurden, schlummerte niemand ein. Die Musiker setzten auf Tempo und Temperament;das Zusammenspiel ist so heißblütig wie perfekt. Die Spielfreude ist so groß wie die Fingerfertigkeit, Charme ist ebenso vorhanden wie Witz. Virtuosen sind alle vier, allen voran der unermüdliche Akkordeonspieler Ricky Adler, der immer die richtige Taste und immer den richtigen Ton traf und sich auf sein lockeres Handgelenk verlassen konnte, manche Soli gelangen atemberaubend. ...Sören Leyers spielte die verstärkte Geige, er gab den Ton an, spielte immer mit Mut zum Übermut und erzählte eine Anekdote nach der anderen: Eine ältere Dame etwa gab ihre Karte zurück aus Enttäuschung darüber, dass der legendäre Django Reinhardt bei einem Konzert des Swingtetts nicht auftrat. Dabei stand sein Name doch auf dem Plakat. Wild und wütend bearbeitete Leyers sein Instrument, manchmal gar nicht jazzig, sondern klassisch. Er war in großer Form und steckte seine Mitstreiter an. Jungeli Albrecht, Bass, und Mario Brezinski, Gitarre, taten sich immer wieder hervor. Dieses Swingtett verbreitete viel gute Laune, die Stimmung im Gewölbekeller war prächtig, dem Quartett gingen die Stücke nicht aus. Bei guten Konzerten merkt man nicht, wie die Zeit vergeht. Also war es ein gutes Konzert. (Böblinger Bote) TIENGEN. ...Bereits beim zweiten Stück nämlich war die Begeisterung der Zuhörer so groß, dass spontan mitgeklatscht wurde, und diese Freude an den musikalischen Darbietungen des Qurtetts blieb den ganzen Abend lang unvermindert erhalten. ... Allerdings teilweise die gleichen Stücke, die man auch von anderen Interpreten zu hören bekommt- aber so frisch, so neu, so stilistisch authentisch, dass man manchmal zweimal hinhören musste. ... Darüber hinaus erwies sich das Quartett als sehr vielseitig, hatte Anklänge an Klezmer-Musik ebenso im Gepäck wie phantastisch umgemodelte Schlager, denen die Banalität erfolgreich ausgetrieben worden war, bis hin zu völlig abgedrehten Funk, bei dem der Klassiker "Sweet Georgia Brown" herrauszuhören war. (Südkurier) IDAR-OBERSTEIN. Das, was das Søren Leyers Swingtet am Maler-Wild Platz bot, war allererste Sahne und hätte dem großen Django Reinhardt wohl Freudentränen in die Augen getrieben. Von wehmütigen Akkordeonstücken bis zu extravaganten Pop-Versionen wie "Those were the days" - das Siti-Jazz-Quartett zeigte sich als Könner ihres Faches. Ein weiteres Highlight dieser hochkarätigen Jazztage wurde mit anhaltendem Beifall verabschiedet. (Vahe Zeitung) 12. Django Reinhardt Memorial - Augsburg ... Eine andere Dimension des Spiels zeigte bei der Matinee am Sonntag das "Sören Leyers Swingtett" aus Krefeld mit dem Geiger Leyers, Ricki Adler am Akkordeon, dem Gitarristen Mario Brezinski und Jungeli Albrecht am Bass. Mit Benny Goodmann- Standards und "Summerwind" von Frank Sinatra beeindruckten sie durch ihre Frische und Lebendigkeit im Zusammenspiel und der dichten, rhythmischen Atmosphäre, die sie gleich zu Beginn schufen. Dass Geiger Leyers auch in Köln im Komikerduo "Hinz und Kunz" arbeitete, bewies er mit Comedy und seinem Hang zu Seemannsliedern und wenn er gar leidenschaftlich zur Bratsche wechselte, die er wie eine Gitarre im phantastischen Duo bei "All the things you are" mit Superswinggitarrist Brezinski zupfte. (Augsburger Allgemeine) Wortwitz machte Auftritt noch runder Dass bei den Musikern schon nach wenigen Minuten der Schweiß auf der Stirn steht - kein Wunder. Zigeunerswing ist eine heiße Sache. Und so wie ihn das "Søren Leyers Swingtett" im Dortmunder Storckshof gleich von der ersten Note an spielt, bringt er den Kreislauf eben mächtig in Schwung. .. Etwa das vielschichtige Stück "Nuages", dass alle Facetten von Zigeunerswing in einer Nummer vereint: gefühlvolles Schwelgen, rasanten stark rhythmusbetonten Swing und explosive Virtuosität. ..Sein komödiantisches Talent blitzte bei Søren Leyers übrigens in seinen amüsanten Ansagen durch, die einen runden Auftritt damit noch ein wenig runder machten. (Westfälische Rundschau) |